Schorlemer-HZP 2017

Schorlemer-HZP

Die Gruppe Nordwest hatte sich bereit erklärt, die diesjährige Schorlemer-HZP im Lipperland, dem östlichen Teil Nordrhein-Westfalens, abzuhalten.

Es war die Idee von Albrecht Brokmeier, diese Prüfung dort durchzuführen und sie wurde ein voller Erfolg. Er hat seine große Reitanlage für die Zuchtschau
zur Verfügung gestellt und er hat Feldreviere mit wirklich sehr gutem Niederwildbesatz - überwiegend am Rande des Münsterlandes - vermittelt;
sodass alle Hunde mehrfach ihr Können zeigen konnten.
Auch ein gut geführtes größeres Hotel war ganz in der Nähe.Die Wasserarbeit wurde an den Loccumer Teichen in Niedersachsen geprüft. Ein hervorragendes Prüfungsgewässer. Hier wurden schon Deutsch-Drahthaar auf einer Hegewaldprüfung und Deutsch-Kurzhaar auf mehreren Internationalen Kurzhaarprüfungen und Kleemann-Ausleseprüfungen erfolgreich geprüft.
Die gesamte Prüfung war bestens von der Prüfungsleiterin Silke Timme und ihrem Helferteam vorbereitet und durchgeführt.
Insgesamt waren 40 Hunde gemeldet, von denen 35 erschienen. 30 Hunde haben die Prüfung bestanden und erhielten das vereinsinterne Leistungszeichen SP. Alle 5 Hunde, welche die Prüfung nicht bestanden haben, scheiterten bei der Wasserarbeit am Verlorensuchen der Ente im Schilfwasser, bzw. beim Bringen der Ente.

Am Donnerstag ging's los...

Die Prüfung begann mit der Zuchtschau. Bekanntlich müssen die teilnehmenden Hunde ihre Zuchttauglichkeit nachweisen; hierzu wird der Typ-, Form- und Haarwert zuerst noch einmal überprüft. Es wurden vier Hunde mit den Höchstnoten dreimal Vorzüglich bewertet und sieben Hunde erhielten in einem oder zwei Fächern die Note Vorzüglich. Das sind 31% der Teilnehmer. Schönster Rüde war Smirre von Buchheim 373/15A von Heiko Tolkmit und die schönste Hündin Hilde vom Rehbrunn 61/16A 00000 von Albrecht Brokmeier.

Schorlemer-HZP 2017

Betrüblich war, dass ein Hund einen Zuchtfehler aufwies, der auf der heimatlichen Zuchtschau übersehen wurde, dieser Hund wurde nicht zur Schorlemer-HZP zugelassen.

In vielen Gegenden Deutschlands sind die Niederwildvorkommen stark zurückgegangen. Daher war die Feldarbeit durch das sehr gute Wildvorkommen
ein besonderes Erlebnis für viele Richter und Führer. Für eine Bewertung der Hunde bei der Feldarbeit im Nasengebrauch und beim Vorstehen mit
der hohen Note 11, müssen diese ihre überdurchschnittlichen Anlagen mehrfach mit Wildberührung unter Beweis stellen. Dieses haben 17 Hunde, also
rund die Hälfte der geprüften Hunde, erreicht. Auch die Wasserarbeit ist hervorzuheben. Ein Gewässer mit größerem Schilfbestand, bei dem es kaum zu einer längeren Sichthetze kam, verlangte den Hunden vieles ab. Sehr gut geleitet vom Obmann Karl Walch, Sprecher der Stammbuchkommission des JGHV, wurden die einzelnen Prüfungen vorbildlich durchgeführt und die einzelnen Arbeiten treffend vor der Korona kommentiert. Beim Stöbern hinter der Ente konnte zweimal die Note 12 (hervorragend) vergeben werden, 25-mal ein sehr gut und dreimal ein gut. - Als alle Hunde durchgeprüft waren, wurden sie auf der Reitanlage noch einmal vorgestellt. Hierbei zeigten sich alle ruhig und gelassen. Ebenfalls eine 12 hinter der lebenden Ente und beste Wasserarbeit, mit insgesamt 194 Punkten hatte Schoko von Buchheim 376/15 00000, geführt von ihrem Züchter und Vorsitzenden des Deutsch-Langhaar Verbandes Leonhard Schmieg.

Siegerehrung

Am Festabend hat die Prüfungsleiterin Silke Timme sehr kompetent und humorvoll die Siegerehrung vorgenommen. Sieger der 48. Schorlemer HZP war der in Österreich von deutschen Eltern gezogene Napoleon vom Poppenforst ÖHZB6328, geführt von Jörg Blecker mit 196 Punkten und einer 12 in der Wasserarbeit. Die Richter im Feld und am Wasser waren begeistert von diesem hochveranlagten, sehr wesensfesten Hund, der bei einem wenig erfahrenen Führer diese Spitzenleistung erbracht hat. Der Führer erhielt einen von der Landesjägerschaft Niedersachsen gestifteten Hirschabschuss.
Napoleon vom Poppenforst ÖHZB6328. Beste Feldarbeit zeigte Brenda v.d. Bockerter Heide 478/15 geführt von Burkhardt Lambertz mit 190 Punkten. Der einzige ausländische Führer war der junge Gregor Grasserbauer aus Österreich mit Ida von Niederösterreich ÖHZB 6318 mit 186 Punkten. Einige Führer erhielten noch Einladungen zu attraktiven Drückjagden im Gebiet der Gruppe Nordwest. Jeder Führer und Verbandsrichter erhielt einen Kaffeepott mit DL-Motiv und eine von einer Privatbrauerei gestiftete große Flasche mit Bier; ebenfalls mit einem schönen DL-Aufkleber.
Unschön war, dass sich ein Führer grundlos ungebührlich benommen hatte.
Es war eine gelungene, würdige Veranstaltung, zu der das Helferteam um Silke Timme, besonders Albrecht Brokmeier, und nicht zuletzt die Revierinhaber mit ihren hervorragenden Revieren entscheidend dazu beigetragen haben. Ganz besonders hat sich die Schriftführerin des Deutsch-Langhaar Verbandes, Frau Maria-Theresia Niehues, durch die sachkundigen Vor- und Nacharbeiten mit der EDV verdient gemacht, so dass nicht lange auf die Ergebnisse gewartet zu werden brauchte. Allen einen ganz herzlichen Dank.

Eine Bundes-HZP mit zuchttauglichen Hunden ist immer eine gewisse Bilanz der Zucht des Vorjahres und ist auch wichtig für ein überregionales Kennenlernen und Austauschen. Man kann mit Recht behaupten, dass Deutsch-Langhaar für die Zukunft gut aufgestellt ist.

Die nächste Schorlemer-HZP wird am 4.-6. Oktober 2018 im Ammerland um Rastede von der Gruppe Weser-Ems ausgerichtet; es besteht Hoffnung, dort ähnliche Verhältnisse im Feld und im Wasser vorzufinden, wie sie es in Oerlinghausen waren.

Eike Behrens

Ergebnisliste

Ergebnisse der Zuchtschau

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